Franchising

Artikel erschienen im
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im März 2010

Die Lizenz zum Existenzaufbau

Als Franchise-Nehmer mit Fördermitteln in die Selbstständigkeit

Franchising ist ein interessantes Modell um sich eine Existenz aufzubauen, nicht nur für Franchise-Geber, sondern auch für Franchise-Nehmer. Und es erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Zahl der Franchise-Nehmer steigen nach Angaben des deutschen Franchise-Verbandes regelmäßig, selbst in Zeiten der Krise. Im Jahr 2008 wurden 57.000 Franchisenehmer gezählt, das sind 6.000 mehr als im Vorjahr. Eine der großen Schwierigkeiten, vor die sich viele Franchise-Geber bei ihren Expansionsbestrebungen gestellt sehen, ist jedoch die Finanzierung ihrer Franchise-Nehmer. Gerade engagierten und leistungsbereiten Bewerbern fehlt oft das notwendige Kapital. Franchisesysteme haben mittlerweile in nahezu allen Branchen Einzug gehalten: Ob Immobilien, Gastronomie, Personalvermittlung, Dienstleistungen, Handel oder Handwerk. In vielen Fällen ist dem Konsumenten gar nicht bewusst, dass es sich um ein Franchisesystem handelt, beispielsweise wenn man seine Sportschuhe bei „Runners Point“ kauft,

 

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ein Brötchen bei „Kamps“ isst oder sein Kind zur „Schülerhilfe“ schickt. Hinter zahlreichen großen, bekannten Marken steckt ein Franchisesystem. Dennoch ist der Bekanntheitsgrad des Franchising nach Meinung von Experten nicht besonders hoch, nicht einmal bei Industrie- und Handelskammern, Rechtsanwälten und Steuerberatern. In der Folge verwundert es kaum, dass Banker den Systemen teilweise mit Skepsis gegenüberstehen und sich oftmals die Finanzierung als schwierig gestaltet.

Finanzierungsvorteile mit einem etablierten System

Gegenüber einem „normalen“ Existenzgründer ist der Franchisenehmer, der sich einem etablierten System anschließen will, aus Finanzierungssicht klar im Vorteil. Ein etabliertes System mit mehreren 100 Franchisenehmern etwa, das gegebenenfalls vom DFV geprüft und

zertifiziert ist, kann auf Vergleichszahlen und kontinuierlichen Erfolg aufbauen. Und wenn das System bereits beurteilt ist, geht es nur noch um die Person des Franchise-Nehmers und um den Standort, was dem Sachbearbeiter bei der Hausbank eine Entscheidung deutlich leichter macht.

Neues Franchise-Konzept lässt mehr Raum für Verhandlung

Im Einzelfall jedoch bieten aber auch neue, am Markt noch nicht etablierte Konzepte hervorragende Chancen. Gelegentlich sind diese Konzepte bereits auf ausländischen Märkten erfolgreich tätig, häufig jedoch auch eine Idee eines regionalen Unternehmens. Da die Risikoposition hier eine höhere ist, wird die Finanzierung etwas schwieriger. Dennoch kann es durchaus Sinn machen, als Franchise-Nehmer frühzeitig einzusteigen, um so möglicherweise besonders günstige Konditionen nutzen zu können. Denn: Je eher man auf einen Zug aufspringt, desto besser ist die Verhandlungsposition

des Franchise-Nehmers bei dem Erwerb der Lizenz. Problematisch für die Finanzierung von Franchise-Konzepten sind in der Regel drei Punkte: Die Vertragsdauer ist konform zur Finanzierungsdauer zu gestalten, ein anschließendes Wettbewerbsverbot ist auszuschließen. Der Vertragsvereinbarung muss zudem deutsches beziehungsweise EU-Recht zu Grunde gelegt sein. Und der Vertrag sowie gegebenenfalls weitere Unterlagen wie das Franchise-Handbuch dürfen keinen Verdacht auf Scheinselbstständigkeit erwecken.

PRAXIS-BEISPIEL:

Martin Braun war langjähriger Angestellter und  will mit einem Teil der erhaltenen Abfindung eine neue Existenz aufbauen. Er entscheidet sich für die Lizenzlösung eines florierenden Franchising-Systems. Doch er will nicht alles aufs Spiel setzen und sucht finanzielle Unterstützung. Ihm werden Mittel von der Bank bereitgestellt, außerdem erhält er Zuschüsse. Der Start in die Selbstständigkeit ist finanziell gesichert.

 

 

Ein häufig anzutreffender Fall für den Schritt in die Selbstständigkeit ist aktuell der von Martin Braun. Lange Jahre arbeitete er in einer Branche, die große strukturelle Probleme hat und ihm keine berufliche Perspektive mehr bot. Braun sah eine Chance im Kfz-Bereich und eröffnete sein eigenes Geschäft nach bewährtem Konzept. Die Abfindung seines alten Arbeitgebers diente hierbei teilweise zur Finanzierung. Zudem nutzte er zusätzlich


öffentliche Töpfe, um seine Existenz aufzubauen. Das KfW-Startgeld etwa in Höhe von 50.000 Euro, aber auch Gründungszuschüsse sowie Lohnkostenzuschüsse und Zuschüsse zu Beratungskosten. Entsprechend ist dem Franchisenehmer anzuraten, sich entsprechend frühzeitig zu informieren, ob er alle Fördertöpfe berücksichtigt hat – und zwar bevor er Verträge unterschreibt beziehungsweise den Gewerbeschein abholt.

TIPP DES FÖRDERMITTEL-EXPERTEN:

Auch als Franchise-Nehmer frühzeitig informieren und rechtzeitig Fördermittel beantragen.

Wenn Sie weitere Informationen sowie Beratung und Hilfestellung bei der Erstellung von Antragsunterlagen benötigen, füllen Sie einfach unser Kontaktformular aus.

 

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