Wachstumsfinanzierung
Artikel erschienen im
im Oktober 2009
KfW-Sonderprogramm für den Mittelstand
Eine Alternative für solide Unternehmen mit Kapitalbedarf
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Ein aktueller Fall aus der Praxis: Ein mittelständisches Unternehmen mit solider Geschäftsentwicklung benötigt frisches Kapital. Aufgrund neuer Lieferantenbeziehungen und günstigerer Einkaufskonditionen ist die Ausweitung des Warenlagers geplant. Parallel soll ein bestehender Kontokorrent-Kredit von 50 T€ abgelöst werden. Die Gesamtsumme lag bei insgesamt ca. 230 T€. Es bestand kein Eigenkapitalanteil. Für diese oder ähnliche Rahmenbedingungen bietet die KfW seit Beginn des Jahres ein umfassendes Sonderprogramm im Rahmen des Konjunkturpaketes der Bundesregierung an. Keineswegs sollen damit Unternehmen in der Krise angesprochen werden. Vorhaben, die zurzeit über die Hausbank nicht ohne Weiteres finanziert werden würden, weil beispielsweise umfangreiche Darlehensverpflichtungen vorliegen, stehen im Fokus dieses Sonderprogramms. Die Vorteile des Förderprogramms liegen in der Besicherung, d.h. die Haftung der Hausbank ist damit deutlich reduziert. |
Kreditnehmer eine sogenannte Haftungsfreistellung von 90% bei Investitionsvorhaben, bei Betriebsmitteln können 60% der Kreditsumme von der Haftung freigestellt werden. |
Der Weg zum Kredit führt immer über die Hausbank
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Da die Beantragung des KfW-Sonder-programms eine umfangreiche Vorbereitung erfordert, empfiehlt es sich im Vorfeld zu klären, ob das KfW-Sonderprogramm die optimale Finanzierungslösung für das angestrebte Investitionsvorhaben ist. Denn es gilt: Nur ein schlüssiges Konzept, gekoppelt mit genau auf die Anforderungen der Hausbank abgestimmten Unterlagen, führt zur Bereitschaft der Kreditinstitute, das KfW-Sonderprogramm zu beantragen – so die Erfahrung in der Praxis. Erst wenn die Hausbank – deren Risiko durch die weitgehende Haftungsfreistellung minimiert wird – überzeugt werden kann, ist der Weg für den Kredit frei und es erfolgt die Weiterleitung an die KfW. |
So geschehen übrigens auch im eingangs beschriebenen Fall. Ein detailliertes Unternehmenskonzept mit dem letzten Jahresabschluss wurde erarbeitet und Bankgespräche geführt. Als „Sicherheit“ für die Gewährung des Kredits diente das Warenlager. Der gemeinsamen Präsentation bei der Hausbank folgte eine intensive Prüfung der vorgelegten Unterlagen – schließlich gab man grünes Licht. Die Beantragung erfolgte im Juli 2009, Ende August bewilligte auch die KfW den Kredit. Anfang September wurde das Darlehen schließlich ausgezahlt, der Ausbau des Lagers und die Rückführung des Kontokorrents konnten nun beginnen. |
Mindestens drei Monate von der Beantragung bis zur Auszahlung einplanen
Art der Finanzierung | 100-prozentige Finanzierung ohne Eigenkapitalanteil |
Finanzierungsanlässe | - Investitionen |
Zinskonditionen | - Risikoorientierter Zinsfestlegung in Abhängigkeit von Bonität und Besicherung (Orientierung erfolgt am Kapitalmarkt) |
Förderberechtigte | Freiberuflich Tätige |
Haftungsfreistellung | - Investitionen: bis zu 90% |
Laufzeiten | von bis zu 5 oder 8 Jahren |
Fallstricke in der Praxis – das gilt es zu beachten
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Gerade die Finanzierung von Betriebsmitteln ist ein häufiger Bedarf seitens des Mittelstandes. Hier bietet die Haftungsfreistellung von 60 % einen deutlichen Vorteil. Aber Vorsicht: Bei der Finanzierung von Betriebsmitteln liegt die Begrenzung des Kreditbetrages |
Für nicht bilanzierende Unternehmen beziehungsweise freiberuflich Tätige gilt eine Beschränkung auf 30% des letzten Jahresumsatzes. |
Wenn Sie weitere Informationen zu diesen Förderprogrammen, Ansprechpartner für die Erstellung qualifizierter Business Pläne sowie Hilfestellung bei der Beantragung benötigen, füllen Sie einfach unser Kontaktformular aus.


