Nachfolgeregelung/Unternehmenskauf

Artikel erschienen im
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im April 2010

Geförderter Generationswechsel

Ein erfolgreiches Praxis-Beispiel für eine familieninterne Unternehmensnachfolge

Traditionelle Familienunternehmen sind nach wie vor tragende Säulen in der deutschen Unternehmerlandschaft. Und noch immer ist auch die familieninterne Nachfolge die Zukunftslösung Nummer eins für scheidende Unternehmer. Vor allem bei kleineren Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 10 Mio. €, dort bleibt mehr als jeder zweite Betrieb in der Familie. Wie etwa im Fall des Unternehmens der Familie Schmidt. Seit acht Jahren arbeiteten Martin und Daniel in der Firma ihres Vaters. Nach ihrer Ausbildung haben sie die Leitung des Einkaufs und des Vertriebs im Unternehmen übernommen. Das Ausscheiden eines familienfremden Minderheitsgesellschafters machte den Weg frei für die familieninterne Übernahme der Söhne.

Eine Nachfolgeregelung in der Familie wird in der Regel durch Schenkung und Übertragung realisiert.

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Im hier vorliegenden Fall des Verkaufs wird im Vorfeld eine Bewertung des zu übertragenden Unternehmens, oder hier: der Gesellschaftsanteile, vorgenommen. Bei den Söhnen der Familie Schmidt belief sich der Finanzbedarf für den Kauf der familienfremden Gesellschaftsan-teile auf insgesamt 250 T€.

Als Grundlage für die Bankgespräche und als Unterlage für die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wurde ein Businessplan für die bestehende GmbH erstellt. Martin und Daniel Schmidt nahmen in der Folge Darlehen der KfW in Anspruch; einer Existenzgründungs-Variante, die dem Darlehensnehmer den Status eines Geschäftsführers vorgibt, auch weil es sich um Minderheitsanteile handelt. Die beschriebenen Darlehen beantragten beide „Neugesellschafter“  persönlich und führten die Mittel der GmbH als Gesellschaftereinlage zu.

Auf Basis des vorliegenden Businessplans wurden zwei separate Darlehens-Anträge, persönlich für jeden Gesellschafter, gestellt. Der Nachweis der Kapitaldienstfähigkeit wurde über die zukünftige Einnahmen aus der Geschäftsführertätigkeit und den Gesellschafterausschüttungen dargestellt. Das Gehalt wurde im gleichen Zuge nach oben angepasst, so dass der Kapitaldienst auch ohne zusätzliche Ausschüttungen zu leisten gewesen wäre.


Das Eigenkapital wurde dabei durch ein besonderes, eigenkapitalähnliches Darlehen von 15 Prozent auf 40 Prozent erhöht. Die Investitionssumme enthielt zudem einen deutlichen Betrag für die Finanzierung von Betriebsmitteln und Marketing. Durch Unterstützung der Fördermittel-Experten wurde ein öffentliches Darlehen beantragt und bewilligt. Die bewilligte Fördersumme ist dabei vorzeitig ohne Vorfälligkeitsentschädigung rückzahlbar und verfügt über einen festen Zinssatz für die gesamte Laufzeit.

Eine besondere Zugabe: Lindner galt als Existenzgründer und erhielt so zudem einen nicht rückzahlbaren Gründungszuschuss. Neben diesen 23.500 € konnte außerdem ein neuer Mitarbeiter mit Hilfe des Einstellungszuschusses von 14.500 € eingestellt werden. Und die Beratung durch den Fördermittel-Experten wurde schließlich ebenfalls gefördert. Alle Zuschüsse summiert, freute sich Lindner über finanzielle Hilfe in Höhe von 48.500 €. Ein beachtliches Ergebnis, vergleicht man diese Summe einmal mit dem verfügbaren Eigenkapital von lediglich 32.600 €.

Neben dem KfW-Darlehen standen den Schmidt-Söhnen zudem weitere Gründer-Fördermittel zur Verfügung. Nicht rückzahlbare Zuschüsse etwa erhielt das Unternehmen im Rahmen des „Gründercoaching Deutschland“, über das die an die Gründung anschließende Beratung gefördert wurde..

Beispiel-Nachfolger Martin und Daniel Schmidt haben so ihre Möglichkeiten letztlich ausgeschöpft. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist geglückt und das Familienunternehmen der Schmidts auf dem besten Wege, seine Tradition fortzuschreiben.

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