Energieeffizienzberatung

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im September 2009

Jetzt (Bio-) Gas geben

Zinsgünstige Förder-Darlehen für den Einsatz von erneuerbaren Energien bei gewerblichen Immobilien

Stetig steigende Energiepreisen sind ein Ärgernis. Warum also nicht auf Alternativ-Quellen umschalten - und sich dabei vom Staat fördern lassen? Für die Finanzierung von Investitionen in die umwelt- und klimaschonende Nutzung von erneuerbaren Energien stellt die KfW-Bankengruppe zinsgünstige Darlehen zur Verfügung. Mit Photovoltaik, Geothermie, Wind- oder Wasserkraft sowie Biogas oder Biomasse lässt sich die Versorgungssicherheit erhöhen und man ist unabhängig von herkömmlich genutzten Quellen, etwa Kohle, Erdöl oder Kernkraft. Vor allem im Anlagenbau bieten sich im Bereich erneuerbare Energien große Chancen. Selbst Tilgungszuschüsse sind möglich.

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Vor allem im Anlagenbau bieten sich im Bereich erneuerbare Energien große Chancen. Selbst Tilgungszuschüsse sind möglich.

Das KfW-Programm „Erneuerbare Energien“ richtet sich vorwiegend an gewerbliche Unternehmen und freiberuflich Tätige und teilt sich in zwei Programme: Im Programmteil „Standard“ werden insbesondere gewerbliche Investitionen für die Nutzung erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Strom bzw. Strom und Wärme in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) unterstützt.

Gefördert werden die Errichtung, Erweiterung oder der Erwerb von Anlagen. Im Programmteil „Premium“ wird die Kreditvariante des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien des Bundesumweltministeriums abgebildet. Hier wird besonders förderungswürdigen größeren Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien mit zinsgünstigen Darlehen unter die Arme gegriffen.

Die Fördermittel werden als langfristige, zinsgünstige Kredite der KfW mit Tilgungszuschüssen aus Bundesmitteln ausgegeben. Für kleine Unternehmen (KU) gibt es in diesem Programmteil einen zusätzlich vergünstigten Zinssatz. Für beide Programmteile gilt:

Je nach Preisklasse, Programmvariante und Laufzeit des Kredites sind Effektivzinssätze ab 2,46 Prozent p.a. möglich. Der Kredit kann jederzeit außerplanmäßig, auch in Teilbeträgen, ohne Kosten getilgt werden.

Antragsberechtigt sind in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden, sowie Unternehmen, an denen Kommunen, Kirchen oder karitative Organisationen beteiligt sind und auch freiberuflich Tätige. Ausgeschlossen sind dagegen Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten.

Die Hauptzielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen. Großunternehmen sind nur dann antragsberechtigt, sofern das Vorhaben als besonders förderungswürdig gilt. Zusätzlich zum langfristigen zinsgünstigen Darlehen wird, bei den Verwendungszwecken des Programmteils „Premium“, ein Tilgungszuschuss aus Bundesmitteln gewährt.

Der Tilgungszuschuss für große Solarkollektoranlagen beträgt 30 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten. Bei Biomasse-Anlagen zur thermischen Nutzung beträgt der Zuschuss 40 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung sowie 80 Euro je Meter Trassennetz.

Je Einzelanlage ist der Zuschuss auf 50.000 Euro limitiert. Darüber hinaus gibt es einen Bonus für niedrige Staubemissionen und für die Errichtung eines Pufferspeichers.

Als Beispiel: Ein bestehendes mittelständisches Unternehmen plant den Einbau einer automatisch beschickten Biomasseanlage zur Beheizung des Produktionsbetriebs und Wärmeversorgung der umliegenden Anwohner. Die Gesamtkosten der Anlage (Nennwärmleistung: 300 kW, Trassenlänge: 190 m) von 120.000 Euro

werden zu 100 Prozent aus dem KfW-Programm „Erneuerbare Energien“ finanziert. Außerdem erhält das Unternehmen einen Tilgungszuschuss aus Bundesmitteln in Höhe von 40 Euro x 300 kW und 80 Euro x 190 m. Insgesamt beläuft sich der Zuschuss hier also auf 27.200 Euro.

KfW-Programm „Erneuerbare Energien“ (01/2009)

Für KMU 2 Varianten des Programms.

Förderung

Art der 
Förderung 

Gefördert werden ...     

Förderbetrag 

Konditionen

Standard

Darlehen 

die Nutzungen erneuerbarer Energien zur Erzeugung von Strom bzw. Strom-Wärme-Kopplung (KWK)

- Photovoltaik
- Windkraft
- Geothermie
- Wasserkraft
- Biogas/Biomasse 

i.d.R
max.
10 Mio. € Emissionsarme leichte und schwere Nutzfahrzeuge müssen den geforderten Abgasstandard erfüllen

Programmzinssatz orientiert sich am Kapitalmarkt

Finanzierungsanteil bis zu 100%
Kreditlaufzeit 5/1  10/2  20/3

Premium

Darlehen

Besonders förderungswürdige größere Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien

- große Solarkollektoranlagen
  ab 40m² Kollektorfläche
- Anlagen zur Verfeuerung
  fester Biomasse zur
    Wärmeerzeugung ab
  100 kW
- Wärmegeführte KWK-
  Biomasseanlagen bis 2MW
  Nennwärmeleistung
- Nahwärmenetze, die aus
  erneuerbaren Energien
  gespeist werden
- große Wärmespeicher
- Anlagen zur Aufbereitung
  von Biogas auf
  Erdgasqualität
- Biogasleitungen für
  unaufbereitetes Biogas
- Anlagen zur Nutzung der
  Tiefengeothermie 

Premium

Tilgungs-zuschuss
aus
Bundes-mitteln

- Solarkollektoranlagen
  30%  der  förderfähigen
    Nettoinvestitionskosten
- Biomasse-Anlagen
  40€ je kW  installierter
  Nennwärmeleistung 

     


Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen, allerdings dürfen Planungsleistungen vor Antragstellung erbracht werden. Private bzw. privatrechtliche Kreditnehmer stellen ihren Antrag bei der Hausbank, bei öffentlich-rechtlichen Kreditnehmern erfolgt die Antragstellung direkt bei der KfW. Die Kumulation mit anderen KfW-Programmen ist nicht möglich. Eine Kombination mit anderen Fördermitteln ist möglich, wenn die Summe aus Krediten, Zulagen oder Zuschüssen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt.

Wenn Sie weitere Informationen sowie Beratung und Hilfestellung bei der Erstellung von Antragsunterlagen brauchen, füllen Sie einfach unserKontaktformular aus.

 

 

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