Auslandsförderung

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im Februar 2009

Investieren im Ausland mit Hilfe von Bund und EU

Ob zur Expansion oder zur Auslagerung, immer mehr deutsche Unternehmen zieht es zur Erschließung neuer Märkte ins Ausland. Gut zu wissen: Mit den dazugehörigen Kosten und Risiken jenseits der Landesgrenzen werden die Firmen keineswegs allein gelassen, denn ihr Engagement wird durch zahlreiche Förderprogramme unterschiedlicher Institute unterstützt.
Sowohl die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als auch die NRW-Bank vergeben Darlehen zur Finanzierung von Auslandsinvestitionen sowie Darlehen zur Finanzierung von Exporten in Entwicklungsländer. Zudem gibt es die Möglichkeit zu Export-Kreditgarantien (sog. Hermes-Bürgschaften). Beschreibungen dieser Programme sind im Einzelnen nachstehend aufgeführt.

Interessanter als diese Förderprogramme sind im Einzelfall sogar noch die Zuschussprogramme der EU, unter dem Kürzel EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) zusammengefasst.

 

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Diese betreffen strukturschwache Gebiete in Europa. Neben (fast) allen osteuropäischen Ländern, zählen in Westeuropa nur Teile von Südspanien und Süditalien, Portugal als Ganzes sowie in Nordeuropa nur noch Wales dazu. Doch auch in Ostdeutschland wird Hilfe aus diesem Fonds zur Verfügung gestellt, der immerhin eine Summe von 75 Mrd. Euro in der laufenden Geltungsperiode ausmacht.

Investitionshilfen

Der „Unternehmerkredit Ausland“ bietet langfristige und zinsgünstige Darlehen für Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen im Ausland. Er ist universell einsetzbar für alle Länder und Branchen (Ausnahme: landwirtschaftliche Erzeugerproduktion). Vorbereitende Studien und Vorlaufkosten können ebenfalls finanziert werden.

Investitionen in den Umweltschutz im Ausland können aus dem KfW-Umweltprogramm zudem mitfinanziert werden. Beide Programme werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Verfügung gestellt und sind miteinander kombinierbar. Mit dem Programm „NRW Ausland Invest“ der NRW Bank werden bis zu 50 Prozent des Vorhabens, maximal 2,5 Millionen Euro, besichert.

Kreditgarantien zur Exportfinanzierung („Hermes-Bürgschaften“)

Zu den bekanntesten Finanzierungshilfen für Exportunterstützung gehört das „ERP-Finanzierungsprogramm“. Hiermit werden Exporte von Investitionsgütern und damit verbundene Dienstleistungen in Entwicklungsländer finanziert. Ausfuhrgewährleistungen des Bundes,

sogenannte „Hermes-Bürgschaften“, stellen ein wesentliches Instrument der Exportabsicherung gegen wirtschaftliche und politische Risiken dar. Viele Exporteure können aus Risikogesichtspunkten Ausfuhren in bestimmte Länder nur mit einer entsprechenden „Hermes-Bürgschaft“ vornehmen.

Auslandsmesseprogramm

Wer die Teilnahme an einer Auslandsmesse plant, kann ebenfalls auf Unterstützung hoffen. Die Beteiligungsvorhaben werden im offiziellen „Auslandsmesseprogramm“ des Bundes zusammengefasst.

Die Förderung erfolgt jedoch nur für Gemeinschaftsstände, Einzelstände werden nicht gefördert. Süd-Ost- und Zentral-Asien sind die wichtigsten Zielregionen für Auslandsmessebeteiligungen des BMWi im Jahr 2009.

Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Der „Europäische Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) ist ein wichtiges Förderinstrument, das für den wirtschaftlichen Aufholprozess der ärmeren Regionen der EU aufgesetzt wurde. Um dies zu realisieren, werden unter anderem mittelständische Unternehmen unterstützt, dauerhaft neue und qualitativ bessere Arbeitsplätze in diesen Regionen zu schaffen, Infrastrukturprojekte durchzuführen und technische Hilfsmaßnahmen anzuwenden.

Wesentliche EFRE-Mittel fließen in die osteuropäischen EU-Länder, Teile jedoch auch in strukturschwache Regionen Westeuropas wie Spanien. Beispielsweise erhält Galizien, eine Region in Nordspanien mit Grenze zu Portugal, für den Zeitraum von 2007 bis 2013 einen Etat in Höhe von

etwa 3,2 Mrd. Euro. Das sind etwa 6,2 Prozent der Mittel, die in diesem Zeitraum für ganz Spanien vorgesehen sind.Unternehmen, die in Galizien investieren, kommen so in den Genuss von Zuschüssen zu den Investitionen in Höhe von 30 Prozent, sowie ergänzend dazu Zuschüsse zu Lohnkosten und zinsverbilligte beziehungsweise zinsfreie Kredite bei Laufzeiten von bis zu 15 Jahren. Umfangreiche Dienstleistungen zu den landestypischen Gegebenheiten, ein eigener Wagniskapitalfonds zur Bildung von Joint Ventures, die Vermittlung von Kontakten und Unterstützung bei der Abwicklung von Formalitäten sowie ein umfangreiches Netzwerk von Kontakten verstehen sich als kostenfreie Zusatzleistungen. 

Wenn Sie weitere Informationen sowie Beratung und Hilfestellung bei der Erstellung von Antragsunterlagen brauchen, füllen Sie einfach unser Kontaktformular aus.

Nähere Informationen zu umfassenden Serviceleistungen und Fördermitteln für Investitionen in Galizien finden Sie unter http://www.investingalicia.com  

 

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