Wachstumsfinanzierung

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im Mai 2010

Anschub aus der Krise

Neue Mittelstands-Fördervariante hilft auch bei Auftragsvorfinanzierung

Die mittelständische Firma Schmidt GmbH hat das zurückliegende Krisenjahr gut überstanden und lässt eine solide Entwicklung für das aktuelle Geschäftsjahr erwarten. Doch hierfür ist finanzieller Anschub notwendig. Denn das steigende Auftragsvolumen bedeutet, dass im Laufe dieses Jahres zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von 190 T€ zur Auftragsvorfinanzierung benötigt werden. Zudem plant das Unternehmen, die wieder deutlich bessere Marktsituation für die Gewinnung weiterer Schlüsselkunden zu nutzen. Für diese Marketingaktivitäten ist ein Budget von 30 T€ fremd zu finanzieren.

Und schließlich steht ein Kontokorrentkredit in Höhe von 80 T€ zur Ablösung an.

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Die Summe des über ein Darlehen zu finanzierenden Betriebsmittelbedarfs liegt somit insgesamt bei 300 T€. Zur Finanzierung empfiehlt sich aktuell das KfW-Sonderprogramm in einer neuen, sogenannten flexibilisierten Variante.

Betriebsmittel:

- Auftragsvorfinanzierung 190 T€
- Ablösung Kontokorrent 80 T€
- Marketing 30 T€
_____________________

Darlehen insgesamt     300 T€

Konditionen:

- Zinssatz ab 3,75% (Effektiv-Zins)
- Haftungsfreistellung bis zu 60%
- Auszahlung 100%
- Maximal fünf tilgungsfreie Jahre
- Laufzeit maximal fünf Jahre
- Maximaler Kreditbetrag bei
  Betriebsmitteln: 50% der letzten
  Bilanzsumme des beantragenden
  Unternehmens beziehungsweise des
  letzten Jahresumsatzes bei nicht
  bilanzierenden Unternehmen oder
  freiberuflich Tätigen


Größeres Kreditvolumen für Betriebsmittel als bisher

Bislang galt für die Finanzierung von Betriebsmitteln eine Begrenzung des Kreditbetrages auf maximal 30 Prozent der letzten Bilanzsumme des beantragenden Unternehmens beziehungsweise des letzten Jahresumsatzes, wenn es sich um nicht bilanzierende Unternehmen oder freiberuflich Tätige handelte (Variante „Standard“). Die neue Variante des KfW-Sonderprogramms fasst die Begrenzung weiter: Jetzt ist bei der Betriebsmittelfinanzierung sogar ein

Kreditbetrag von maximal 50 Prozent der letzten Bilanzsumme des beantragenden Unternehmens beziehungsweise 50 Prozent des letzten Jahresumsatzes bei nicht bilanzierenden Unternehmen oder freiberuflich Tätigen möglich (Variante „Flexibel“). In Fällen, in denen der maximale Kreditbetrag der Variante “Standard“ zur Finanzierung des Betriebsmittelbedarfs ausreicht, kann das Unternehmen von dem im Vergleich zur Variante „Flexibel“ noch niedrigerem Zinssatz profitieren.

 

Tipp: Investitionen finanzieren

Mit dem KfW-Sonderprogramm können zudem Investitionen bis zu 150 Mio. € finanziert werden, die mittel- und langfristig angelegt sind sowie nachhaltige Erfolgsaussichten haben. Die Haftungsfreistellung beträgt maximal 90 Prozent. Zusätzliche Pluspunkte: Niedrige Zinssätze ab 3,39% (Effektiv-Zins), maximal drei tilgungsfreie Jahre, Laufzeit von bis zu acht Jahren und 100 Prozent Auszahlung.

 


KfW-Sonderprogramm: Förderkredit für solide Unternehmen

Das KfW-Sonderprogramm zielt generell auf Unternehmen ab, die, wie unsere Beispiel-Firma Schmidt, solide aufgestellt sind, aber derzeit nur geringe Chancen auf eine zusätzliche Finanzierung über ihre Hausbank haben, da beispielsweise bereits umfangreiche Verpflichtungen aus Darlehen bestehen. Ausgeschlossen von dem Förderdarlehen sind dagegen Unternehmen, die sich (noch) in einem Krisenzustand befinden.

Ein erheblicher Vorteil des KfW-Sonderprogramms liegt in der hohen Haftungsfreistellung für die durchleitende Hausbank, deren Risiko somit wesentlich geringer ausfällt. Entsprechend steigt die Chance auf eine Kreditvergabe an das Unternehmen. Für Investitionsvorhaben können 90 Prozent und bei Betriebsmitteln 60 Prozent Haftungsfreistellung gewährt werden.

Wenn Sie weitere Informationen zu diesem Förderprogramm, Ansprechpartner für die Erstellung qualifizierter Business Pläne sowie Hilfestellung bei der Beantragung benötigen, füllen Sie einfach unser Kontaktformular aus.

 

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